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Win-Win im Mehrfamilienhaus – Von Erdwärme profitieren Mieter, Vermieter und das Klima
In Deutschland werden Zentralheizungen zum überwiegenden Teil 25 Jahre und länger betrieben. So verwundert es nicht, dass die jährliche Abgasprüfung dem zu oft aufgeschobenem Besuch beim Zahnarzt gleicht: Jeder weiß, dass die Heizung ersetzt werden müsste, um die Umwelt von Abgasen zu entlasten und selbst Kosten zu sparen. Die Entscheidung wird jedoch lieber auf die nächste Heizperiode vertagt. Denn eins ist klar. Die Heizungssanierung erfordert im heutigen Jungle der Angebote, ein waches Verständnis, das Gesamtkosten beurteilen kann, seriöse Offerten von unmoralischen Angeboten differenziert, Co2-Neutralität hinterfragt und viele weitere Faktoren abzuwiegen hat. Eine Alternative, die sich auch in Mehrfamilienhäusern immer größerer Beliebtheit erfreut und seit mehr als 30 Jahren praxiserprobt funktioniert, ist die Wärmepumpe.
Gute Aussichten im Erdwärmemarkt
1998 wurden bundesweit lediglich rund 3.700 Wärmepumpen-Systeme verkauft. Mehr als das Zehnfache an Aufträgen könnten die Unternehmen der Branche für 2008 verbuchen, wenn die steigende Nachfrage die Dynamik beibehält, die sie seit Anfang des Jahres aufgenommen hat. Nach Ansicht des Bundesverbandes Geothermie (GtV-BV) sind im Neubaubereich in den kommenden zwei bis drei Jahren zweistellige Marktanteile absehbar. Noch höhere Wachstumsraten sind zu erwarten, wenn es der Branche gelingt, ihre Konzepte und Lösungen für den Sanierungsbereich im Gebäudebestand auszubauen. Maßnahmen des Bundes, wie neue Fördermöglichkeiten im Marktanreizprogramm oder das Wärmegesetz treiben die Nachfrage zusätzlich an.
Erdwärme und Co.
Erforderlich für die Nutzung der Geothermie – umgangssprachlich als Erdwärme bezeichnet - sind meist Erdsonden, die je nach Größe des Hauses und dem Energiebedarf bis weit über 100 Meter tief ins Erdreich gebohrt werden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, Erdwärme über so genannte Kollektoren zu gewinnen, die horizontal in einer Tiefe von rund 1,5 Metern verlegt werden. Erforderlich ist dann jedoch in aller Regel eine Grundfläche, die mindestens dem 1,5fachen der Wohnfläche entspricht. Dieses ist in aller Regel bei mehrfamilienhäusern nicht möglich. Neben der Erdwärme kann aber auch die Außenluft als Wärmeträger genutzt werden. Allerdings muss bei hohem Heizbedarf im Winter und niedrigem Energiegehalt der Luft in der Regel ein Heizstab die Heizung unterstützen. Aber auch das heimische Grundwasser kommt als Wärmeträger infrage, oft sind aber besondere Genehmigungen erforderlich, die den Einbau bürokratisch werden lassen. Und zur Prüfung der Grundwasserquantität und –qualität werden häufig auch Probebohrungen notwendig, um letztlich Planungssicherheit zu erreichen. Alle aufgezeigten Möglichkeiten wurden in Deutschland schon häufig umgesetzt, mit dem Erfolg, dass Wohnungen wieder bezahlbar wurden, Vermieter wieder in rentable Immobilien investieren und ganze Straßenzüge wieder belebt wurden.
Das Kraftwerk der Erdwärmeheizung: Die Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ist das zentrale Element einer Erdwärmeheizung: Sie „pumpt“ die im Erdreich gewonnene Wärme auf das zum Heizen erforderliche Temperaturniveau. Und genau hier liegt Ihre Stärke. Denn die notwendige Energie zum Aufbereiten der Erdwärme – in den meisten Fällen Strom – ist wesentlich geringer als die Energiemenge, die benötigt wird, um mit Gas oder Öl eine Heizung zu betreiben. Dies drückt sich dann auch in der jährlichen Ersparnis aus, die zum Zeitpunkt der Umstellung häufig bei rund 75 % liegt. Und da ein Großteil der Heizwärme aus dem Boden kostenlos gewonnen wird, ist die Erdwärmeheizung zudem preisstabil. Das heißt, dass bei steigenden Energiepreisen die Nutzung von Erdwärme mit einem Sparschwein zu vergleichen ist, das sich bei fortsetzender Preisspirale fossiler Energieträger oder auch Holzpellets, von alleine füllt. Völlig unabhängig von Energielieferungen ist man übrigens, wenn man die Erdwärmenutzung mit dem Bau einer Solaranlage auf dem Dach verbindet. Denn dann kann die Erdwärme genutzt werden und der dafür erforderliche Strom wird auch noch gleich selbst produziert.
Letztlich sind die Kosten entscheidend
Bevor sich das Sparschwein füllt, muss es aber erst einmal geschlachtet werden. Je nach Größe des Hauses, Art des Grundstücks und erforderlicher Heizleistung variieren insbesondere die Investitionskosten für die Erdsondenbohrungen. Eine Umstellung eines 8-Parteien-Mehrfamilienhauses mit ca. 50 kW Wärmebedarf bedarf Gesamtkosten von ca. 100.000 €. Dafür lassen sich jedoch auch 10.000€ im Jahr einsparen, sodass sich die Anlage in rund 10 Jahren amortisiert hat.
In dieser Zeit investiert man zudem in die eigene Tasche und nicht in die der Ölscheichs. Und wer länger als 5 Jahre im Besitz eines Mehrfamilienhauses ist, der kann die Investition im ersten Jahr komplett abschreiben. Zudem kann der Vermieter mit einem Zuschuss über 15% von der KfW rechnen. Viele Immobilienbesitzer haben trotzdem die Befürchtung, dass sich die Investitionskosten nicht rechnen, da diese sich in der Realität nicht auf die Miete umlegen lassen. Dies ist jedoch ein Irrtum, da der Gesetzgeber hier die Möglichkeit einer Bruttomiete vorsieht. Der Vorteil: Die Miete bleibt gleich, jedoch der Anteil der Kaltmiete steigt und somit auch die Rendite. Zudem ist die Nutzung der Erdwärme auch für potenzielle Käufer ein Argument, eine Immobilie zu übernehmen. Denn wer möchte nicht gerne ein Haus kaufen, für das steigende Heizkosten und somit Renditeunsicherheiten der Vergangenheit angehören. Eine bessere Investition in die Wertsteigerung einer Immobilie dürfte es also kaum geben.
Qualität ist wichtiger als der Preis
An der Erstellung oberflächennaher Erdwärmesysteme ist ein heterogenes Spektrum von Unternehmen beteiligt. Der Maschinenbau liefert Wärmepumpen, Pumpsysteme oder Bohranlagen. Die Kunststoffindustrie steuert Sonden- oder Kollektorrohre, die Zementindustrie die Verfüllmaterialien bei. Die meisten Brunnenbauer, darunter viele neue Betriebe, die wegen der Erdwärmekonjunktur erstanden sind, erstellen mit den Bohrungen einen wesentlichen Teil des Gesamtprojekts. Letztlich müssen auch Planer und Architekten sowie Heizungs- und Elektroinstallationshandwerk aufeinander abgestimmt werden. Dieses ist vom Auftraggeber meist nicht mehr kosten-, termin und gewährleistungsgerecht zu schaffen.
Daher hat sich die Stoltenberg Energie GmbH seit Langem auf die „Alles aus einer Hand“-Lösung spezialisiert. Sämtliche Gewerke werden zeitlich und technisch so koordiniert, dass die Installation reibungslos vonstatten geht und ein optimal aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem entsteht. Das garantiert eine lange betriebskostenoptimale Erdwärmeversorgung. Als Full-Service-Anbieter ist die Stoltenberg Energie GmbH Ihr Ansprechpartner in der Planungs-, Installations- und Betriebsphase. Für sämtliche Fragen und Anregungen stehen Ihnen die Mitarbeiter jederzeit zur Verfügung und wenn die Heizperiode beginnt, kümmern sich die Ingenieure der Stoltenberg Energie GmbH um die entsprechende Regelung der Heizkurven und Leistungsintervalle der Erdwärmeheizung.
17.10.2008
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