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Gute Gründe einen Wintergarten mit Beschattungs- und Lüftungsanlagen auszustatten
Die Himmelsrichtung für den Bau eines Wintergartens ist oft durch das Haus, das Grundstück, den Vorlieben der Bewohner oder den Bebauungsplan vorgegeben. Generell ist der Bau eines Wintergartens genehmigungspflichtig, geregelt wird das Baurecht in der Landesbauordnung. Die örtlichen Baubehörden haben jedoch auch eine gewisse Entscheidungsbefugnis wo was gebaut werden darf.
Bei älteren Immobilien wird mit einem nachträglich angebauten Wintergarten in vielen Fällen eine Verbesserung der Energiebilanz angestrebt. Der Wintergarten stellt eine Art Sonnenkollektor dar und gibt seine überschüssige Wärme an die angrenzenden Wohnräume ab, Speicherflächen werden mit Wärme versorgt.
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Idealerweise sollte ein Wintergarten an das Wohn- und Esszimmer oder die Küche anschließen und einen direkten Zugang zum Haus haben. Gerade im Winter wird niemand um das Haus herumlaufen um zum Wintergarten zu gelangen. Ein Nord-Wintergarten bildet eine Pufferzone zu den Wohnräumen, ist ideal für z. B. ein Arbeitszimmer und benötigt in aller Regel keinen zusätzlichen Sonnenschutz. Der Ost-Wintergarten ist ein idealer Frühstücksplatz, im Sommer wie im Winter. An nach Osten und Westen ausgerichtete Wintergärten sind häufig Küche und Schlafräume angeschlossen. Bei einem Süd-Wintergarten ist ein gut durchdachtes Sonnenschutz- und Lüftungssystem unerlässlich. Die Temperatur in südlich ausgerichteten Wintergärten wird im Winter an hellen Tagen durch die Sonnenwärme schnell gesteigert. Meist schließen sich an diese Wintergärten die Wohnräume an. Erfahrungswerte zeigen dass ca. 50 % aller Wintergärten nach Süden, ca. 10 % nach Norden ausgerichtet sind. Ost – und Westlagen liegen bei ca. je 20 %.
Die Ausstattung eines Wintergartens mit Wärme- oder Sonnenschutzgläsern, Beschattungsanlagen oder Abluftgeräten richtet sich nach der späteren Nutzung und nach der Himmelsrichtung nach der der Wintergarten ausgerichtet ist. Nur ein gut durchdachtes Beschattungs- und Lüftungskonzept, gerade bei einem Süd-Wintergarten kann dazu beitragen, dass es besonders im Hochsommer keine unerwünschten Überraschungen gibt. Abluftgeräte, Dachfenster, Kippoberlichter oder Beschattungsanlagen können mit Motoren und Steuerungen ausgestattet werden, so ist auch bei Abwesenheit für eine gute Durchlüftung und Beschattung gesorgt. Abluftgeräte sind in aller Regel mit einem Thermostat und einem Hygrostat (zur Messung der Feuchtigkeit im Wintergarten) ausgerüstet. Dachfenster und Beschattungsanlagen können zusätzlich mit einem Sonnen-Wind- Wächter und Regenwächter ausgestattet werden. Diese Wächter messen die Windgeschwindigkeit bzw. die Sonneneinstrahlung und den Regen und sorgen dann entsprechend dafür, dass die Fenster geschlossen werden und die Beschattung einfährt.
Beschattungsanlagen dienen im Wintergarten auch als Blendschutz bei intensiver Sonneneinstrahlung, gerade wenn ein heller Bodenbelag ausgewählt wurde, und fungieren als Sichtschutz. Für Beschattungsanlagen sollten möglichst helle Farben gewählt werden, diese reflektieren die Sonnenstrahlen besonders gut.
02.10.2008
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